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Starfotograf Stefan Dokoupil

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Bildschirmfoto 2022-12-28 um 12.52.png

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich in den 15 Jahren meines fotografischen Schaffens lernen durfte, ist zu verstehen. Ich habe mir all die alten Meister genau angesehen und analysiert, versucht deren Stil zu kopieren und ihre Technik zu übernehmen und durch ihre Augen zu sehen. Doch das alles ist nur ein kleiner Teil des Lernprozesses, geht es eben nicht darum, so zu fotografieren wie XY, oder das Licht genauso zu setzten oder vielleicht dasselbe Objektiv, dieselbe Kamera oder dieselben Skils zu nutzen. Das alles kann man machen, dadurch wird man aber kein großer Meister.

Ich habe verstanden, es geht nicht um Technik, nicht um die Kamera und nicht um das Objektiv, schon gar nicht um die perfekte Hautbearbeitung in der Dunkelkammer. Das sind alles Parameter, die man gefühlstechnisch automatisieren kann, nicht mehr darüber nachdenken muss.

Es geht um pure Emotionen, die ein Bild transportieren soll. Dies muss keine konstruierte Geschichte sein. Es kann ein Augenblick sein, der vielleicht auch so unvollkommen wie eben war, eben so vollkommen transportiert wurde. Es geht nicht darum, ob der Fokus sitzt oder das Bild im Goldenen Schnitt liegt. Es geht darum zu verstehen, wer du bist und was du siehst und wie du mit deiner Umwelt in diesem Augenblick umgehst. Dieser eine Augenblick, der nur ein paar hundertstel Sekunden dauert, zeigen nicht nur, welch Fotograf du bist, sondern was Kunst für dich bedeutet als Mensch und entscheidet danach, wie du wahrgenommen wirst.

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