Geschichten die mein Leben schrieb.

Geschichten, ja Geschichten erzählen, das ist meine Leidenschaft. Egal ob mit meinen Bildern oder auch mit meinen Texten. In letzter Zeit höre ich sooft, ich solle doch endlich ein Buch schreiben und ja, das habe ich auch schon sooft versucht, gescheitert ist es dann oft nur daran, weil ich Thema oder eine Story erzwingen wollte und auch an der Tatsache, dass mir schon in der Schule erklärt wurde, ich könne nicht schreiben, also nicht Rechtschreiben, somit hatte ich es auch nie am Schirm.

 

Es fing schon in der Volksschule an. Die Lehrer erklärten meinen Eltern ich sei Legastheniker und hätte eine Rechtschreibschwäche. Meine Geschichten, die ich schrieb, wurden immer auf meine Rechtschreibung reduziert und ich musste einen Legasthenie Nachhilfekurs besuchen.

Das setzte sich dann in der Hauptschule fort. Nachdem ich in der Volksschule eine Klasse wiederholen musste, wegen meines Aufenthaltes in der Psychiatrie, wurde mir immer wieder suggeriert, ich könne nicht Rechtschreiben, was auch meine Motivation am Lesen relativ gering hielt.

Das einzige Buch, welches ich bis zu meinem 20 Lebensjahr gelesen hatte, war der Räuber Hotzenplotz.

Das war auch der Grund warum meine Mutter meinte ich solle doch was Gescheites lernen, also ein Handwerk, hingegen meine Schwester eine höhere Schule besuchen durfte, die Grafische in Linz. Meine Schwester, ja, ich habe sie so bewundert und beneidet ob ihrer Talente, sie war ein Zeichentalent, sie konnte so wunderschön malen, sie schrieb lyrische Gedichte und verschlang Bücher wie dicke Menschen Burger bei Mc Donalds.

 

Mir hingegen blieb meine Ausbildung zum Maler und Anstreicher, was wiederum suggerierte ich sei völlig Talent befreit. Ich kann mich noch so an meinen ersten Arbeitstag als Maler erinnern und ich fing ja gleich, ohne irgendwelchen Ferien, meine Lehre an. Ich hatte so einen Hass auf meine Schulzeit, dass ich am letzten Tag, also am Freitag, mich an der Schule rächen wollte und mit zig Klopapierrollen bewaffnet den Keller und die Aufenthaltsräume der Schule in ein großes Kunstwerk verwandelte. Ihr wisst, Klopapier in Kombination mit Wasser können eine teuflische Mischung sein!

Blöd nur, dass mich der Schulwart dabei beobachtete, ich das zwar bemerkte, aber Adrenalin aufgeladen wie ich war es ihm mit einem Mittelfinger goutierte! Wusste ich ja, dass ich dieses Gebäude nie wieder betreten würde!

Drei Tage später, mein erster Arbeitstag. Mit einem etwas mulmigen Gefühl, aber trotzdem nicht ohne Stolz trat ich meine Malerlehre an, vergessen waren die Lehrer, die nicht an mich glaubten, der Sportlehrer der mir den Spitznamen „Schwindliger“ gab und die Mitschüler, die mich genau wegen diesen Spitznamen auslachten. Ich war jetzt der große Junge, der sein Geld selbst verdiente! Vorbei die Unterjochung des Bildungssystems.

Wir hatten eine Großbaustelle zu der wir in 2 Bussen fuhren und ich war schon so gespannt, was mich an meinen ersten Arbeitstag so erwarten würde.

Die Spannung hielt nicht lange, als der Malertross in die Pestalozzistraße einbog, die Straße in der sich meine Hauptschule befand. Die aufmerksamen Leser unter euch, die meinen Schreibstil inzwischen kennen werden jetzt sicher ahnen, welches Gebäude wir ausmalen sollten.

Ja, genau, die Hauptschule und vor dem Haupteingang stand, wie sollte es auch anderes sein, der Herr Schulwart. Ich versuchte noch irgendwie mein Gesicht zu verstecken, aber er entdeckte mich sofort. Seinen stechenden Blick und sein diabolisches Grinsen werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Mein Boss, also der Chef, ging zu ihm hin und gab ihm die Hand, ich stand da wie angewurzelt. Sie redeten kurz, dann zeige der Schulwart auf mich und beide blickten mich an. Ich weiß bis heute nicht was sie gesprochen hatten, ich kann euch aber versichern, in den 4 Wochen wo wir die Schule ausmalten, hatte ich ungefähr fünfhundert 25 Liter Farbkübel von einem Eck in das andere geschleppt und meine ehemaligen Mitschüler, die ja Ferien hatte, saßen draußen vor der Schule und lachten mich wieder aus, wie ich mich den ganzen lieben Tag mit den Kübeln herumschlug. Ja genau Charma, also Kharmer, oder Kamehr? Ich sage es ja, mit der Rechtschreibung hab ich es nicht so.

 

Ja, so ist es nun mal im Leben, andere Menschen geben dir deinen Weg vor, sagen dir worin du gut bist, was du kannst und was nicht. Vielleicht sollten wir aufhören auf andere zu horchen, mehr auf unsere Instinkte, unsere Wünsche zu hören und unseren Träumen zu folgen.

Es ist nichts unmöglich nur weil, jemand sagt, du kannst es nicht. Ich glaube fest daran, dass jeder von uns Talente besitzt und die gilt es herauszufinden. Mein Talent war es immer schon Geschichten zu erzählen, schon als Kind, nur wurde mir eben gesagt, ich könne nur Kübel schleppen und auswaschen und nicht schreiben. Deswegen habe ich durch die Fotografie einen Weg gefunden meine Geschichten zu erzählen.

Heute bin ich noch einen Schritt weiter, ich schreibe, viel und gerne weil ich verstanden habe, den Leser zu fesseln, zum Nachdenken zu bringen, zum Lachen oder zum Weinen, das ist mein Talent.

Rechtschreibung ist nur eine Technik und hätte ich damals auf die anderen gehört, würde ich heute noch Kübeln schleppen.

 

Cheers Stefan

 


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