Falsche Propheten

Es ist schwer zu verstehen was in den heutigen Zeiten so alles passiert und noch viel schwieriger ist es dabei seine Gedanken zu ordnen. Was ist richtig und was ist falsch?

Es war doch schon immer so. Hass, Terror, falsche Politik und der Mensch als Stimmvieh, das gab es schon immer nur, dass jetzt die Möglichkeit besteht seine Meinung unverfroren in die weite digitale Welt zu tragen. Unser Leben wird bestimmt durch Medien die von Menschen benutzt werden die nur ein Ziel verfolgen. Macht. Macht durch Spalten, Zerstören, Lügen, Beschwichtigen und Diskriminieren.

Es sind Zeiten wie diese wo Fremdenhass mit Patriotismus verwechselt wird und die Grenzen zum Extremismus sich immer mehr vermischen.

Wenn ich ganz ehrlich bin, auch ich dachte Früher ähnlich! Also als ich ein jugendlicher so um die 14 Jahre alt war.

Und warum war das so? Ich wuchs in Amstetten in einer Art „Getto Siedlung“ auf, sie wurde liebevoll Glasscherben Viertel oder Fetzensiedlung genannt weil einer der Jungs die dort lebten und mit mir aufgewachsen ist, eines Tages am großen Siedlungsparkplatz auf den Fahnenmasten einen alten dreckigen Ausreibfetzen hochgezogen hatte der da Jahre lang hängenbleiben sollte und eine Art Markenzeichen der Siedlung wurde.

Es war eine Brennpunktsiedlung. Es lebten dort sehr viele Roma und deren Nachfahren und dass da natürlich Konflikte entstanden liegt auf der Hand. Auch damals war das Problem der Gettoisierung allgegenwärtig.

Damals kam auch ich in Berührung mit rechtsradikalen Organisationen, Amstetten hatte damals eine große Szene, so Mitte der 80er. Klar man hat vom 2 Weltkrieg in der Schule gelernt, Mauthausen besucht und trotzdem war es dieses Gefühl von Zusammengehörigkeit, was deren Reiz ausmachte. Damals lernte ich einen Burschen kennen, der auch in der Siedlung wohnte, nicht zu groß gewachsen, blonde Haare mit Seitenscheitel, blaue Augen und von schmächtiger Statur, dass selbst ich wie ein Hüne wirkte. Seinen Namen will ich aber nicht nennen, das überlasse ich lieber dem Boulevard, also nennen wir ihn der einfach halber mal Klaus. Ich traf mich mit ihm und er erzählte immer von Zusammengehörigkeit, Freundschaft, den alten Zeiten und dass diese gute Zeit bald wieder kommen würde. Da es ja damals noch kein Internet gab, versuchte er und seine Gruppe Gleichgesinnter, mit Guerilla Marketing mittels Aufkleber und Flugblätter dort Stimmung gegen die Roma zu machen wo es eben am meisten zu Problemen kam. Er war Mitglied bei der VAPO, also der Volkstreue außerparlamentarische Opposition rund um Gottfried Küssel der auch die berühmten Wehrsportübungen organisierte an denen ja auch der amtierende österreichische Vizekanzler HC Strache teilnahm.

Es wurde damals schon extrem Stimmung gegen die Roma gemacht und ich bin ja noch aus einer Zeit wo es wirklich verboten war seine rechte Hand gegen den Himmel zum Gruße zu erheben. Das hat sich zu heute ja entschieden geändert und es wird nicht nur geduldet, es fällt mancherorts sogar unter Meinungsfreiheit.

Plötzlich traf ich da Menschen die das ungeniert machten und ich muss gestehen, ich verstand auch nicht warum es verboten war. Hatte ich mich nie mit dem Thema wirklich auseinandergesetzt.

Klaus verlange eines Tages von mir Aufkleber mit diversen Parolen, dem VAPO Zeichen und abgewandelten Hakenkreuze zu verteilen, bzw. aufzukleben.

Ich war sehr verwundert über die Sachen, die auf diesen Aufklebern standen, entsprachen sie so gar nicht meinem Denken und hatte ich auch null Problem mit Roma oder gar Ausländern, ganz im Gegenteil und ich fing an zu verstehen, welche die Intention hinter dieser Ganzen Sache steckte.

Einmal im Jahr kam ein Tross von Autos, die ihre Wohnwägen zogen. Hinter der Siedlung war die Firma Kranebitter und daneben ein großer Schotterplatz.

Es waren immer so um die 40/50 Wohnwägen, die auf dem großen Schotterfeld parkten. Die Roma kamen an und besuchten Ihre Verwandten in der Siedlung. Sie boten Dienstleistungen an und putzen Schuhe, flickten alte Ledersachen wieder zusammen oder reparieren alte Möbel und wenn man am Abend zu ihren Wohnwägen ging war man immer willkommen.

Die Gruppe rund um Klaus wollte sich unters Volk mischen und schlechte Stimmung machen. So brachen sie Kellerabteile auf und zündeten Mistkübel an um es den Roma in die Schuhe zu schieben, was ihnen auch gelingen sollte.

Ich sollte an den Wohnwägen die Aufkleber anbringen und so ging ich bestückt mit einem Pack voller verschiedener Aufkleber Richtung Schotterplatz.

Es war ein lauer Sommerabend, noch nicht ganz dunkel, aber es dämmerte schon. Die Stimmung dort war, sagen wir mal, „besonders“.

An einigen Wohnwägen saßen Menschen zusammen, redeten, sagen, aßen, lachten oder diskutieren. Teilweise in einer Sprache, die ich nicht verstand, aber in der Siedlung noch gesprochen wurde.

Ich machte mich heimlich auf zwischen die Wohnwägen zu klettern, um die Aufkleber anzubringen. Als ich zwischen zwei Wohnwägen stand um eine geeignete Stelle zu finden, klopfte mir jemand von hinten auf die Schulter, ein junger Roma, so um die 18, vielleicht älter.

Er fragte mich was ich denn da mache. Ich sagte nur, beschämt, dass ich mal pinkeln müße und zwischen die Wägen gehen wollte damit mich keiner sieht.

Er meinte:

Ach komm mit, kannst bei uns gehen und er zeigte auf einen Wohnwagen, der eine Toilette hatte. So ging ich rein und blieb eine Minute dort. Als ich rauskam wollte ich sofort Verschwinden, aus Scham und ja auch ein wenig Angst. Doch die Roma winkten mich zu ihnen.

Ich ging hin und eine ältere Frau blickte mich an und sagte:

„Du bist doch der Sohn von der Hanni?“

Ich war verwundert dass sie meine Mutter kannte.

Sie erzählte mir von der Taufpatin meiner Mutter, der Godl. Die Godl war so-etwas wie das Oberhaupt in der Siedlung. Es war sehr spannend und ich saß da und lauschte den Geschichten, die sie zu erzählen hatten und ich fühlte mich als würde ich dazugehören, so wie Anfangs bei den Burschen von der VAPO, nur ohne Hass, Zorn und Angst.

Ich mein, ja klar es gibt überall Vollidioten und Verbrecher, auch unter den Roma, aber man sollte immer schauen, welche Intention dahinter steckt.

Die einen begehen Verbrechen, um zu überleben, die anderen um eine falsche und Menschenverachtende Ideologie Salonfähig zu machen, um untern Strich davon zu profitieren.

Dieser Abend war auch der Zeitpunkt wo ich mit den Burschen rund um „Klaus“ nichts mehr zu tun haben wollte und ich auch meinen Drang immer wieder neues kennenzulernen, fremde Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen entwickelte.

Ich sollte später noch viele Erlebnisse mit fremden Kulturen, Religionen und Menschen haben und auch extrem davon profitieren. Über die Grenzen hinaus denken, das sollten wir lernen, Mauern einreißen und nicht aufbauen, für uns selbst und für unsere Kinder!

Ja es geht um Integrität, Werte und auch Empathie. Lass Dich nicht fangen von den falschen Propheten!

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