Aufgeben? Ich? Niemals!

Aufgegeben hat jeder schon mal, ich mein, aufgeben ist nichts schlimmes und auch scheitern darf erlaubt sein. Wenn es aber um deine Existenz geht dann gibt es kein Aufgeben und auch kein Scheitern, denn dann geht es um alles.

Es war 1997, ich war gerade aus Graz nach Amstetten zurückgekommen. Meine Downhill Karriere wurde durch einen schweren Unfall jeh beendet und ich stand vor dem nichts. Ich zog für ein paar Wochen zu meiner Mutter. Unser Verhältnis war, naja, schwierig, aber für ein paar Wochen als Überbrückung ok. Eines Tages hatte ich wiedermal Streit mit meiner Mutter und ich wußte, jetzt ist es wieder Zeit zu gehen.

Ich besaß nicht viel, einen Schlafsack, ein paar Unterhosen, Shirts, 2 Jeans und eine Lederjacke. Ich hatte den Luxus eines alten Autos, es war so ein kackbrauner Ford Fiesta und der Tank war fast leer. An Bargeld besaß ich noch genau 20 Schilling was heute einen Gegenwert von ca. 1,6 Euro darstellt.

Es war also Zeit nach neuen Ufern zu suchen und ich entschied mich für Linz. Das Wetter war, naja, kalt, sehr kalt, war es auch Ende Januar aber ich dachte mir, das überstehe ich mit dem Schlafsack locker, meine Sorge galt eher dem Tankinhalt meines Autos welcher nicht mehr der vollste war, beziehungsweise die Tanknadel weit im roten Bereich stand. Ich dachte mir, egal, bis Linz geht sich das aus und so machte ich mich auf die Reise von Amstetten nach Linz. Es war Mitternacht und Saukalt, ich glaube es hatte so um die 10 Grad minus. Ich fuhr sehr langsam und behutsam, mußte ich ja Benzin sparen. auch die Heizung habe ich abgedreht, im Glauben damit noch etwas Benzin sparen zu können. Auf der Höhe von Asten bei Linz, fing dann der Wagen an zu stottern und ich richtete ein letztes Stoßgebet zum Himmel als das Auto plötzlich, einfach so stehen blieb. Gut, was machen? Aufgeben? Ich? Na sicher nicht!

Ich hatte ein altes Wertkarten Handy, irgend so ein altes Nokia, mit Tasten. Nun war es war Zeit für ein zweites Stoßgebet, welches sich an den Telefongott richtete um ihn um etwas Guthaben zu bitten damit ich den ÖAMTC anrufen konnte. Ich wählte die Nummer und siehe da, es meldete sich eine nette Damenstimme die mich fragte was mein Problem sei, also nicht:

„was ham sie für a Problem dass mich mitten in der Nacht anrufen?“

Sondern freundlich und zuvorkommend. Blöd war ja nur dass ich keine ÖAMTC Mitgliedschaft besaß. Sie fragte mich nach meiner Mitgliedsnummer, naja hatte ich ja keine. Egal, sie war dennoch gewillt mir zu helfen.

Dann die Frage nach meinem Problem, waaass sich dann schon etwas schwieriger erwies und ich perplex sagte:

„Ich glaube mein Tank hat ein Loch, als ich wegfuhr war der Tank noch voll und jetzt ist er leer“

Was ja auch irgendwie stimmte, also irgendwann hatte ich ja auch wirklich getankt und irgendwo ist der Benzin ja auch hin, also durch ein Loch, quasi, irgendwie.

Sie meinte nur:

„Aha, Loch im Tank“

Ich konnte förmlich hören wie sie mit den Augen zwinkerte!

Also gut, sie schickte einen Pannenwagen welcher auch sofort kam, nach ca. 2 Stunden die sich bei minus 10 Grad wie 4 anfühlten, eingehüllt in meinem Schlafsack, den paar Unterhosen, den Shirts, den 2 Jeans und in der einen Lederjacke.

Dann kam der gelbe Engel, um 3 Uhr Früh, klopfte an das Fenster meines Autos und ich konnte es in seinen Augen sehen, auch ihm war kalt und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los dass er mich in diesem Moment hasste.

Der nette Herr fragte mich nach meinem Problem, ich erzählte die selbe Geschichte wie zuvor der Dame am Telefon.

Er blickte mich zuerst skeptisch an, dann lächelte er und meinte „

ahhaa, ein Leck im Tank also“ und zwinkerte!

„In Asten ist eine Ford Werkstatt, da schlepp ich dich hin, die kommen um 7 und sollen sich dein „Leck“ ansehen!“

An seinem nochmaligen zwinkern konnte ich seine perfide, hinterhältige kleine Rache erkennen!

Aufgeben? Ich? NEIN!

Also schleppte er mich zur Werkstatt und ich bereitete mich auf noch 3 Stunden bei minus 10 Grad eingehüllt in sämtlichen Kleidungsstücken welche ich besaß vor.

Um 7 kam dann jemand zur Werkstatt, es war der Besitzer und fragte mich was los sei. Meine Geschichte kennt ihr ja inzwischen.

Ich mein ich weiß ja nicht ob das so ein Oberösterreichisches Ding ist mit dem Zwinkern, aber dieser freundliche Herr zwinkerte wieder nachdem er meine Geschichte hörte.

Er schickte einen Lehrbuben zur Tankstelle mit einem Kanister und diesen Inhalt füllten wir in meinen Tank. Er meinte nur:

„Bis Linz wirst du schon kommen“ und er, genau „zwinkerte“

Ok, es war inzwischen fast acht und ich machte mich auf den weg nach Linz. Bewaffnet mit ein paar Unterhosen und meinen 20 Schillingen. Ich stand vor der Wahl mir 2 Dosen Bier zu kaufen, oder den Bazar um 10 Schilling um mir einen Job und eine Wohnung zu suchen. Ich entschied mich für zweiteres. Weil Aufgeben? Ich? Niemals!

So, den Bazar hatte ich, jetzt stand ich vor dem Problem, dass ich tatsächlich mein letztes Guthaben für mein Handy aufgebraucht hatte. Gut, ich hatte ja noch 10 Schilling. aber die verprassen? Ich entschied mich für eine andere Variante und fuhr zum Arbeitsamt in Linz. Damals standen dort noch Telefone mit denen man gratis telefonieren konnte um sich bei Firmen zu bewerben. Also telefonierte ich. Zuerst brauchte ich eine Wohnung, welche ich in Form einer Männer WG in Urfahr fand. Plötzlich stach mir ein Inserat ins Auge: Kassier für Peepshow gesucht!

Na, wenn das kein Job für mich ist, dachte ich mir und rief sofort da an. Der nette Herr am Telefon sagte:

„Kumm vorbei, kannst glei anfangen!“

Das war um 13 Uhr! Ich hatte von Mitternacht, ohne Benzin, ohne Geld, ohne Perspektiven aber mit viel Kreativität es geschafft um 13 Uhr eine Unterkunft und einen Job zu haben.

Ein neues Kapitel wurde an diesem Tag aufgeschlagen und eine Wurschtsemmel um 10 Schilling ging sich auch noch aus.

 

Aufgeben? Ich? Niemals!

 

Cheers Stef

 

 


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