Alles tun für Geld?

Muss man sich für Geld verkaufen? Muss man wirklich für Geld alles machen? In den heutigen Zeiten von Korruption und Geldgier ist man oft versucht Aufträge anzunehmen, wo man vielleicht schon im Vorhinein weiß, das ist vielleicht jetzt nicht ganz so schlau und trotzdem macht man es, weil man eben das Geld braucht, oder einfach nur gierig ist.

 

Es war ein heißer Sommertag im Juni 1989. Ich stand wie immer in Richtung Salzburg, wenn ich Autostopp fuhr an dieser Parkmulde in Hütteldorf am Autobahnzubringer. Damals hatte ich noch lange Haare, also so richtig lange Haare und mein jugendliches Aussehen, gepaart mit meiner Körpergröße von 181 cm bei damals schlanken 65 kg und dem nicht vorhandenen Bartwuchses taten ihr übriges dazu bei, um den Prozess des Autos anzuhalten zu beschleunigen. Ich brauchte nur mein langes wallendes Haar zu öffnen und mich mit dem Rücken zur Fahrbahn drehen, Daumen raus und in spätestens 10 Minuten später blieb das erste Auto stehen!

Wie auch an diesem Tag!

Es war ein silberner Toyota, der sich an diesem Tag laut quietschend ein paar Meter hinter mir ein bremste. Ich lief hin und ein Mann, welcher keine Harre besaß, öffnete mir die Beifahrertür.

Ihr fragt euch jetzt sicher, warum es so wichtig ist zu wissen, dass er keine Haare besaß, nun, er besaß wirklich keine, ich mein, nirgends, weil er hatte nichts an außer einer weißen, fast durchsichtigen, ich nenne es mal Badehose, na ja, als Badehose wäre es eigentlich auch nicht durchgegangen. Also eher so ein String Tanga für Männer. Der Mann war Muskelbepackt und eben von Kopf bis Fuß blank rasiert.

Ich, so wie ich eben bin, dachte mir nur „na ja, es ist ja wirklich heiß heute“ und Klimaanlagen in Autos waren damals ja nur in der Oberklasse zu bekommen.

Also stieg ich und bedankte mich recht herzlich. Wir fuhren los und er legte eine Kassette ein.

So frühe Rave Musik, aus den Anfängen kam aus den Lautsprechern und er wippte im Takt dazu mit! Dann fragte er mich, wo denn meine Reise hingeht.

Ich mußte an diesen Tag nach Amstetten fahren, um mir meine Geburtsurkunde zu besorgen da ich einen neuen Reisepass brauchte. Diese kleine Geschichte erzählte ich ihm und dann machte ich einen entscheidenden Fehler!

Ich fragte ihn, wo er denn hin müsse und dann ging seine Geschichte los.

Er war ein Deutscher, der in Wien lebte und als Pornodarsteller für Schwulenpornos arbeitete.

Jetzt gerade sei er in Richtung Köln unterwegs um ein neues Video aufzunehmen und dann fing er an mir Einzelheiten zu erzählen, Einzelheiten, die ich so eigentlich nicht wissen wollte. Ich nickte nur und dachte mir, warum zur Hölle hast du nur gefragt. Im Augenwinkel sah ich, wie er sich immer in den Schritt griff und seine Hand bewegte, um sie danach wieder auf das Lenkrad zu legen. Ich bemerkte, wie die Beule in seiner Hose immer größer wurde und auch etwas, sagen wir mal feucht. Dann fragte er mich:

„Willst du dir ein wenig Geld verdienen? Du siehst aus, als ob du ein wenig Kohle brauchen könntest“

womit er ja nicht so Unrecht hatte und ich fragte was ich denn tun müsse.

Nun, er hatte eine, für damalige Zeiten schon moderne Videokamera mit und sagte, dass wir an einem Parkplatz stehen bleiben, und ich ihm filmen solle, wenn er es sich selbst, na ihr wisst schon was ich meine, macht.

Ich dachte nur, okay, wenn der Preis stimmt, ich nur filmen muss, Augen zu und durch. Er bot mir 1.000 Schilling, was für mich verdammt viel Geld war damals und ich willigte ein.

Wir blieben an einen Parkplatz stehen, ganz vorne stand ein LKW sonst war der Parkplatz leer.

Wir gingen ein Stück nach hinten und er gab mir seine Kamera. Ich war nicht so ganz fit mit der Technik und kannte mich mit dem Ding überhaupt nicht aus. Na ja, so schwer kann das ja nicht sein.

Er stellte sich in Position, mitten am Parkplatz, zog seine „Badehose“ bis zu den Knöcheln runter und fing an. Ich nahm die Kamera, brachte sie in Position und drückte einen Knopf …leider den falschen. Irgendwie habe ich die Wiedergabe betätigt und ich sah nicht ihn sondern das was auf dem Band schon darauf war. Ich sah zum ersten Mal in meinem Leben was 2 Männer so miteinander machen und erschrak sosehr, dass ich in einer Aufwärtsbewegung die rechte Hand in die Höhe riss und die Finger ausstreckte. Die nächsten 10 Sekunden müsst ihr euch jetzt in Zeitlupe vorstellen. Die Kamera flog in hohen Bogen über den Parkplatz, der Deutsche sah ihr nach und stieß Laute aus wie:

„NAAAAAAA MEINE KAMERAAAAA“

Ich fing an so schnell zu laufen wie ich nur konnte, was im übrigen auch der Deutsche machte, blöd nur dass er seine „Badehose“ noch bei den Knöcheln hatte. So liefen wir beide über den Parkplatz während seine Kamera am Asphalt zerschellte. Zugegeben, ich hatte den strategischen Vorteil meine Hose nicht bei den Knöcheln zu haben. Der Deutsche musste sich diese, welche, während des Sprints noch rauf ziehen. Mein Ziel, der LKW am Ende des Parkplatzes. Ich lief hin und riss die Beifahrertür auf, der LKW Fahrer, welcher sich gerade eine Wurst Semmel zu Gemüte führte, sah mich verdutzt an

Ich schrie:

Foahr, foahr, heast Oida jetzt, schnöööö foaaaahr!

Er nickte, weiterhin verdutzt, startete seinen Motor und fuhr los, die Wurstsemmel im Mund und keinen Plan warum er das gerade machte. Ich sah im Rückspiegel den Deutschen hinterherlaufen bis auf die Auffahrt der Autobahn und er wurde kleiner und kleiner und kleiner.

 

Tja, das war auch der Tag wo ich lernte nicht alles für Geld zu machen. Auch heute schaue ich ganz genau hin ob der Auftrag mit meinen Werten vereinbar ist und was ich dafür opfern muss.

Wenn du auf dein Bauchgefühl hörst und du dir denkst, ist dass jetzt wirklich richtig, verkaufe ich mich jetzt oder will ich das überhaupt, so lass es lieber bleiben, oder sprich mit jemanden darüber!

 

Schreib mir doch ob du auch schon etwas für Geld gemacht hast, was du später bereut hast!

 

Cheers, Stefan

 

 


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